Heftige, kreisende, langsame, unauffällige Bewegungen

Verführt!

„Na ja, pervers, und so“, grinste Elke und zog den Gummibund ihrer Hose bis tief unterhalb des Bauchnabels hinunter, um sich wie beiläufig an den Schamhaaren zu streicheln.
Ich weiß auch nicht mehr warum, aber dieser Anblick begann mich zu erregen.
Sollte es doch so sein, daß im Knast andere ‘Gesetze’ herrschen?
„Pervers?“ fragte ich nach. „Ist das pervers, wenn man so früh Lust auf Sex hat? Finde ich jedenfalls nicht“, antwortete ich.
Wirklich albern, schon Kinder mit fünf oder so spielen an sich rum.
„Es war halt sehr früh, weißt du? Ich bin zwar verführt worden, aber diese Verführung war…, ja, was soll ich sagen, schön. Ich hab’s gern gemacht. Und es war ja auch nicht schlimm.“
‘Bei mir auch nicht’, dachte ich.
Aufregend war’s, spannend geradezu, und geschadet hat mir’s auch nicht. Schadet ohnehin nur, wenn man ein Problem daraus macht, und dafür sorgen dann meist andere.
„Und? Wie jung warst du denn nun? Zwölf?“
„Elf“, gestand sie und sah mich dabei forschend an, so als fürchtete sie, ich könnte mich wieder zur Wand drehen.
Sie spielte offensichtlich zwischen ihren Beinen herum und hatte den Hosenbund mittlerweile bis über die Schamhaare hinweg gedehnt. Oh ja, ich war erregt und fragte mich, ob ich nicht auch – ganz in Gedanken verloren – meine Linke dorthin schieben sollte, wo sie jetzt so gern wäre.
Es war eine Wahnsinnshitze in diesem Bau, selbst um neun Uhr noch, so daß wir auf den Betten lagen und die wenigstens etwas kühlende Luft um uns streichen ließen, die durch das geöffnete Fenster hereinkam.
„Elf!“ wunderte ich mich und tat so, als bemerkte ich Elkes Aktivitäten nicht.
Stattdessen hatte ich meine linke Hand über die Hüfte in die Schlafanzughose geschoben und tat so, als kratzte ich mich langsam an einer Backe.
„Na ja, die – ich möchte mal sagen – Umstände waren etwas ungewöhnlich, aber es ist ja nie rausgekommen.“
Oh ja, ich hatte auch meine Umstände, ganz gewiß!
„Was denn für Umstände? Mensch, du machst es aber spannend!“ flüsterte ich und hatte meine Finger jetzt ebenfalls zwischen den Schamlippen, wo es feucht und heiß war.
Elke lag auf der linken Seite, hielt den Kopf auf die Linke gestützt, hatte den rechten Oberschenkel gebeugt und nach oben gestellt und vollführte mit den Fingern der rechten Hand ganz offensichtlich gleichmäßige und nicht einmal langsame, kreisende Bewegungen.

Feuchte Finger

Sie hatte die Lippen leicht geöffnet und sah mich intensiv an. Genoß sie etwa, sich vor mir so darzustellen, daß ich nun sogar den Schnittpunkt der Schenkel sehen konnte?
„Die Umstände, ja“, flüsterte sie nun ebenfalls, „ich kann darüber nicht so reden, wie ich will, weißt du? Die Wände und vor allem die Tür haben manchmal Ohren, und die kriegen alles mit, was sie nicht hören sollen.“
„Dann leg dich doch einfach zu mir“, sagte ich spontan und ließ meine Hand wieder aus der Hose gleiten.
Elke nickte nur, warf einen schnellen Blick auf ihre feuchten Finger, machte noch vier, fünf schnelle und heftige Bewegungen, ließ dann die Hose wieder in ihren normalen Sitz gleiten und legte sich neben mich.
Ich hatte noch nie mit einer Frau zusammen in einem Bett gelegen. Noch nie?
Dann müßte man erst einmal definieren, was eine Frau ist und was nicht! Ab wann fängt denn eine Frau an, Frau zu sein und kein Kind?
‚Oder umgekehrt, ab wann hört eine Frau auf, ein Kind zu sein?‘, dachte ich und stellte fest, daß mich die Nähe meines Gegenübers, das schon wieder die Rechte zwischen den Beinen hatte und unablässig nicht einmal unauffällige Bewegungen machte. „Stört dich das, wenn ich mich hier unten ein wenig streichele?“ fragte sie und sah mich mit glasigen Augen an.
„Naja, ich kenne das noch nicht so“, gestand ich, „ist ein wenig ungewöhnlich.“
„Machst du’s dir nie selber?“

zum Roman: „Was nicht sein darf“



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